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, 26 Juni 2006

Kommissar Figel sichert der VRE die Wahrung der Standards in Kultur und Bildung unter der Lissabon-Strategie zu

Der 4. strukturierte Dialog in Anwesenheit von Kommissar Figel am 20. Juni in Brüssel zum Thema "Die europäische Bildungs- und Kulturpolitik: ihr Beitrag zum Erfolg der Lissabon-Strategie – die Rolle der Regionen und Städte" war für die Versammlung der Regionen Europas (VRE) eine erneute Gelegenheit, die Notwendigkeit regionaler Autonomie in Kultur- und Bildungspolitiken zu unterstreichen.

Als Sprecher der VRE hob H. Erik Sedig, Mitglied der Kommission für Regionalentwicklung der Region Västerbotten (S), die bestehende Korrelation zwischen Bildung, Kultur, Traditionen und dem Erbe einerseits hervor, sowie die Dynamiken, die letztere für die entsprechenden Wirtschaftssektoren und die Wirtschaft als Ganzes andererseits schaffen. Mit Bezug auf die Lissabon-Strategie, die er für die Erfolgsaussichten des europäischen Projekts als fundamental erachtete, warnte er jedoch davor, "den Kultur- und Bildungsbereich ausschließlich den Regeln eines liberalisierten Marktes zu unterwerfen, da hierdurch die Vielfalt abgebaut und die europäischen Werte verraten werden".

Kommissar Figel stimmte zu, dass Kultur- und Bildungspolitiken nicht alleine unter wirtschaftlichen Aspekten behandelt werden dürfen und die Kultur nicht mit dem Etikett "business-as-usual' versehen werden darf. "Die Europäische Kommission ist sich sehr wohl des grundlegenden Wesensunterschiedes von Kultur und Bildung im Vergleich zu den übrigen Politikfeldern der EU bewußt und auch der Tatsache, dass die europäischen Regionen der Schlüssel zu ihrer erfolgreichen Umsetzung sind", führte er weiterhin aus. Kommissar Figel bestätigte darüber hinaus, dass seine Generaldirektion gegenwärtig an der Frage der Unterstützung von Kulturindustrien auf EU-Ebene arbeitet.

Abschließend begrüßte Kommissar Figel das Angebot, sich der VRE in ihren Bemühungen um den europäischen Bürger als Vermittler zu bedienen. Er ging damit auf Herrn Sedigs Vorschlag ein, "lokale und regionale Behörden nicht nur zum Zweck der effektiven Umsetzung der Politiken der Europäischen Kommission einzubinden, sondern auch zur Erleichterung der Übermittlung ihrer Botschaften an die europäischen Bürger in den Regionen".

Vorsitzender Luc Van den Brande, 1. Vizepräsident des Ausschusses der Regionen und ehemaliger Präsident der VRE, hob in seinen Schlußbemerkungen die langjährige Erfahrung der VRE im Austausch bester Praktiken hervor und bekundte seine besondere Wertschätzung für ihre Programme, wie z. B. Eurodyssee, die die Fähigkeit und wertvolle Rolle der europäischen Regionen in Bezug auf die Förderung der europäischen Zusammenarbeit unter Beweis stellen.

Sachdienliche Links:
Rede v. Herrn Sedig: www.cor.europa.eu/en/activities/meeting_dialogue_figel.htm

Botschaft v. Kommissar Figel: www.cor.europa.eu/document/activities/dialogue_figel_message.pdf

Ankündigung des AdR: www.cor.europa.eu/en/press/press_06_06087.html

Die Versammlung der Regionen Europas/VRE ist die politische Organisation der Regionen Europas und ihr Sprecher in Europa und international. Ihre Aufgabe: die Interessen der Regionen bei politischen Entscheidungen verteidigen und die Zusammenarbeit  zwischen den Regionen entwickeln. Mitglieder sind 255 Regionen aus 30 europäischen Staaten, sowie 13  interregionale Organisationen.

VRE Kontakt: Doris Materne, Assistentin der Kommission "Kultur, Erziehung/Bildung, Jugend"
Tel: +33 (0)3 88 22 74 43 - Fax: +33 (0)3 88 75 67 19 - @: d.materne@a-e-r.org - www.a-e-r.org

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