Heute eröffnet Umweltministerin Tanja Gönner die 1. Regional-konferenz "European Clusters and Regions for Eco-innovation und Eco-investments Network" (ECREIN) in Stuttgart. Sie ist die Auftaktveranstaltung ei-nes europäischen Gemeinschaftsprojektes von sechs Regionen und insgesamt drei Konferenzen in diesem Jahr. Die nächste findet in Sevilla und die Abschlusskonferenz in Mailand statt. "Umweltinnovationen in den Regionen Europas gewinnen immer größere Bedeutung für den Umweltschutz, für die Wirtschaft und für eine lebenswerte Zukunft", erklärte die Ministerin. "Über die optimalen Finanzierungsinstrumente sollten wir uns stärker austauschen und voneinander lernen. Nur wer Umweltinnovationen voranbringt, wird zukünftig umweltpolitisch und wirtschaftlich erfolgreich sein." Neue Umwelttechnologien seien der Schlüssel zur Schonung natürlicher Ressourcen. Sie würden die Chance bieten, wirtschaftliches Wachstum von der damit einhergehenden steigenden Umweltbelastung zu entkoppeln. "Umweltschutzgüter sind auch ein wichtiger Zukunftsmarkt", so die Ministerin.
Im Land werde mit Umweltschutzgütern ein Umsatz von rund zwei Milliarden Euro erzielt. "Wir liegen damit an der Spitze im Bundesvergleich", so Gönner. Die Ausgaben für den Umweltschutz lägen in Baden-Württemberg bei rund vier Milliarden Euro - mit einem Exportanteil von einem Drittel. Baden-Württemberg zähle international zu den führenden Exportländern von Umweltschutzgütern, so Tanja Gönner. Damit bestehe ein erhebliches technologisches Potenzial, die Umweltqualität zu verbessern und gleichzeitig wirtschaftliches Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. "Um die herausragende Position des Landes zu stärken und auszubauen, sollen künftig die Aktivitäten noch stärker zusammengeführt werden", erklärte die Ministerin.
Baden-Württemberg investiere in den nächsten zwei Jahren 6,5 Millionen Euro in die Entwicklung neuer Umwelttechniken um den hohen Stand zu halten und auszubauen. Einzelprojekte aus den Bereichen Wasser- und Luftreinhaltung, Abfallwirtschaft, Energie- und Materialeffizienz sowie der gezielte Einsatz von Schlüsseltechnologien wie der Mikro- und Nanotechnologie würden im Förder-programm "Betriebliche Umwelttechnik" bezuschusst, erläuterte die Ministerin.
Informationen für die Medien:
Baden-Württemberg beteiligt sich neben Rhone-Alpes (Frankreich), Lombardei (Italien), Andalusien (Spanien), Ile-de-France (Frankreich) und Maloposka (Polen) am europäischen Projekt "European Clusters and Regions for Eco-innovation an Eco-investmenst Network (ECREIN)". Das Projekt "ECREIN" hat zum Ziel, die in verschiedenen europäischen Regionen vorhandenen Instrumente zur Förderung von Umweltinnovationen und Umweltinvestitionen für kleine und mittelständische Unternehmen zu vergleichen, deren Auswirkungen zu bewerten und Empfehlungen für wirtschaftlichen und finanzielle Unterstützungsinitiativen vorzuschlagen. Diese sollen dann in europäische Förderprogramme einfließen. Hierzu wurden Vertreter 40 europäischen Regionen eingeladen, um ihre Erfahrungen auszutauschen. Mitveranstalter der Konferenz ist die Organisation "Versammlung der Regionen Europas".