VRE STUDIE – Regionen greifen zu alternativen Finanzierungsmethoden für umfassende Energieprogramme, die notwendig sind, um die EU 2020 Energieziele zu erreichen
Eine neue Studie der Versammlung der Regionen Europas macht deutlich, wie wichtig regionale Investitionen in Energieprojekte sind. Basierend auf 27 Beiträgen von VRE-Mitglieder aus 17 Ländern zeigt der Bericht sehr unterschiedliche und außergewöhnliche Förderlösungen auf, die die Regionen bereits einsetzen, um die EU 2020 Energieziele zu erreichen. Jedoch sind die regionalen Kompetenzen sehr verschieden, genauso wie die jeweiligen finanziellen Möglichkeiten. Während regionale Regierungen Energieleitlinien entwickeln, fördern sie zugleich Investitionen, indem sie langfristige politische Garantien geben, Anreize schaffen und innovative Partnerschaften entwickeln. Außerdem beseitigen sie andere nicht-wirtschaftliche Hürden, wie administrativen Problemen, Hindernisse beim Netzzugang, Mangel an relevanten Informationen, angemessene Ausbildung und Schwierigkeiten der gesellschaftlichen Akzeptanz. Würde diesen Barrieren nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt, könnte das Investitionsrisiko steigen, die Gesamtkosten der Energieprojekte könnten anwachsen und letzten Endes die öffentlichen Unterstützung einschränken.
Die Beispiele, die von den VRE-Umfrageteilnehmern gegeben wurden, zeigen, dass die subnationale Ebene besonders geeignet ist, um Investitionshürden zu durchbrechen. Sie bestätigen des Weiteren, dass eine ungewöhnliche Herangehensweise die beste Lösung für entsprechende Innovationen in Energie ist. Energieleistungsverträge erlauben vielen Regionen, mit ihren erzielten Gewinnen aus Energiesparmaßnahmen erneut in andere Energieprojekte zu investieren. Freiwillige sektorale Abkommen wie beispielsweise zwischen der Industrie und der Region Wallonien (B) bieten schnellere, einfachere und weniger problemträchtige Verwaltungsprozesse für diese Firmen an, die vollständig mit dem EU Emissionshandelvoraussetzungen übereinstimmen. Das “e5”-Projekt in Niederösterreich (A) zeigt auf, wie man für das Konzept der Nachhaltigkeit effektiv werben kann, indem die Region einen regelrechten Wettbewerb durch ein System der Effizienzmessung zwischen den Landkreisen anregt. Die Projekte “Energie ist überall um uns herum” von Vojvodina (SRB) und “Energiochi” von den Abruzzen (I) führte zu stärkeren Bewusstsein bei der Jugend bezüglich der Energieprobleme. Diese Generation muss sich schließlich mit immer größer werdenden Energieherausforderungen auseinandersetzen.
Michèle SABBAN, Präsidentin der Versammlung der Regionen Europas, sagt bezüglich der Ergebnisse des VRE-Berichts: “Die Herausforderung bleibt, dass Regionen auf Investitionen und Investitionsmöglichkeiten zugreifen können. Wir müssen z.B. sicherstellen, dass EU-Fonds für regionale und lokale Energieagenturen, die unter dem Programm Intelligente Energie - Europa gegründet wurden, nach dieser Finanzierungsperiode, die bis 2013 geht, verlängert werden. Daher soll der Energietag der Regionen Europas daran erinnern, wie viel noch geleistet werden muss.”
Und nicht zuletzt sind sich die Regionen der Möglichkeiten der EU-Fonds bewusst: 75% der teilnehmenden Regionen antworteten, dass diese Fonds dazu genutzt werden, die Entwicklung von kostengünstigeren, saubereren und zuverlässigeren Energietechnologien in ihrer Region zu gewährleisten. Die nächste Stufe wird sein, sich über das große Potenzial von Finanzierungsinstrumenten wie Elena, Jessica und Jaspers auszutauschen. Diese von der Europäischen Kommission und der Europäischen Investitionsbank entwickelten Unterstützungsprogramme, werden bislang noch nicht ausreichend von den Regionen in Anspruch genommen: Die VRE nimmt die Herausforderung an, den Regionen zu helfen, sich über diese Mittel zu informieren und das Beste aus ihnen herauszuholen.
Der ganze Bericht ist verfügbar auf:
http://www.aer.eu/fileadmin/user_upload/Commissions/RegionalPolicies/EventsAndMeetings/2011/energy_days/.dam/l10n/de/DE-report-energy%20investment-8.04.2011.pdf
Die Versammlung der Regionen Europas (VRE – www.aer.eu) ist das größte unabhängige Netzwerk der Regionen in ganz Europa. Mit 270 Regionen aus 34 Ländern und 16 interregionalen Organisationen, ist sie die politische Stimme ihrer Mitglieder und ein Forum für interregionale Kooperation.
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