* Gemäß der Europäischen Kommission müssen die Mitgliedstaaten müssen in den kommenden 40 Jahren 270 Milliarden Euro investieren, um auf Vorkrisenniveau zu kommen und die energiepolitischen Ziele für das Jahr 2050 zu erreichen.
* REFER – Responsible Energy for European Regions (Verantwortungsvolle Energie für die Regionen Europas) veröffentlicht Bericht zum Einfluss von mutigem, langfristig ausgerichtetem Denken und vorbildlichen Verfahren auf Verbraucher, Unternehmen, Volkswirtschaft und Umwelt
Brüssel, Belgien –13. April 2011 Die Versammlung der Regionen Europas und GE haben gestern mit der Veröffentlichung des REFER-Reports erneut den Wert ihrer Energiepartnerschaft unter Beweis gestellt. Der REFER-Report untersucht im Detail die energiepolitischen Herausforderungen, denen Europa und seine Regionen gegenüber stehen, und die entsprechenden, energieeffizenten Lösungen, mit denen sie sie überwinden möchten.
Der REFER-Report wurde im Rahmen des zweiten jährlich stattfindenden Energietags der Regionen Europas von Michèle SABBAN, Präsidentin der Versammlung der Regionen Europas (VRE), und Ricardo CORDOBA, Präsident von GE Energy für Westeuropa und Nordafrika vorgestellt. Der Report beinhaltet neben den Ergebnissen einer Studie der VRE zu regionalen Investitionen in Energieprojekte auch Vorab-Auszüge aus der ‘Delta Studie’, einer exklusiven Untersuchung der Vorteile von Energieeffizienz auf Erzeugungsseite.
Energieeffizienz hat sich bisher als das am wenigsten erfolgreiche Element der Energiestrategie 2020 der EU erwiesen. Die auf Energieeffizienz abzielenden Bemühungen der Europäischen Kommission haben sich bislang stark auf den Endverbraucher konzentriert, dabei allerdings weitgehend das Potenzial ignoriert, das in der Reduzierung der immensen Verluste bei der Produktion und Verteilung von Strom liegt. Der REFER-Bericht zeigt auf, dass Energieeffizienz nicht auf den Endverbraucher und die Nachfrageseite beschränkt ist. Energieeffizienz umfasst die gesamte energetische Wertschöpfungskette, und auch auf der Erzeugerseite ist enormes Einsparpotenzial vorhanden.
“Energieeffizienz, oder das, was wir bei GE als ‘effiziente Energie‘ bezeichnen, ist mehr als nur die Reduzierung von Treibhausgasen. Es geht hier um die effiziente Nutzung unserer Ressourcen, wie zum Beispiel von fossilen Brennstoffen, Wasser und Land. Im Allgemeinen geht es darum, in Europa eine Ressourcen schonendere Energieerzeugung und -verteilung voranzutreiben”, sagte Ricardo CORDOBA. „Das ist ein Ziel, dem sich GE Energy verschrieben hat.“
“Regionen sind in einer einzigartigen Position, die es ihnen ermöglicht, Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz umzusetzen, um einen CO2 armen Energiemix zu erreichen. Sie haben große Erfahrungen mit Investitionen und Infrastruktur im Energiesektor, sind maßgeblich entscheidend bei der Planung und Genehmigung von Projekten und üben einen wachsenden Einfluss auf Energiestrategien in ihrem Gebiet aus," sagte Michèle SABBAN.
Der REFER-Report erwähnt viele bewährte, kosteneffiziente und zuverlässige Technologien auf Versorgerseite, die bereits erfolgreich von Regionen genutzt werden. Der Bericht demonstriert so das Potenzial für eine ressourcenschonende Stromerzeugung, und unterstreicht gleichzeitig die strategische Bedeutung von Energieeffizienz auf Erzeugerseite für ganz Europa.
Der Report erläutert zum Beispiel den Brennstoffwechsel im Stromsektor – vor allem von Kohle zu Erdgas, die Optimierung von Kraftwerken und andere Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz bestehender Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerke, und Blockheizkraftwerke, von Kleinanlagen bis hin zu großen Anlagen im Industriemaßstab. Die Entstehung von Smart Grids ist ein weiterer Schwerpunkt des Berichts. Diese Technologie für intelligentere Stromnetze und entsprechende Förderkonzepte sind ein elementarer Bestandteil der EU Roadmap bis zum Jahr 2050, haben jedoch bislang wenig Aufmerksamkeit in den einzelnen Mitgliedsstaaten gewonnen.
Baden-Württemberg ist eines der regionalen Beispiele im Report. Das Land möchte 100 “Bioenergiedörfer” schaffen, die mit Biogas-Anlagen Strom erzeugen und zusätzlich deren Abwärme nutzen. Sie können so signifikante Einsparungen für die Region erwirtschaften. Ein anderes Beispiel ist Niederschlesien in Polen, wo alternde Kohlekraftwerke sukzessive durch neue Biogas-Kraftwerke ersetzt wurden.
Die EU-Mitgliedsstaaten haben nur noch bis zum Jahr 2013 Zeit, um wieder das nötige Tempo für die geplante 20-prozentige Energieeffizienzsteigerung aufzunehmen. Falls der Fortschrittsbericht der Kommission weiter enttäuschend ausfällt, wird die Kommission für das Jahr 2020 rechtlich verbindliche Ziele festlegen. Die im REFER-Report beschriebenen Regionen und Technologiefelder zeigen, dass echter Fortschritt stattfindet. Der Bericht macht deutlich, dass das Effizienzpotenzial auf Erzeugerseite signifikant zu den Klima- und Energieeffizienzzielen der EU beitragen kann, und welche Barrieren wir beseitigen und welche Anreize wir einführen müssen, um dieses Potential zu realisieren.
Michèle SABBAN und Ricardo CORDOBA übergaben den REFER-Report an EU-Energiekommissar Günther OETTINGER und die EU-Kommissarin für Klimapolitik, Connie HEDEGAARD.
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Über GE Energy und die Versammlung der Regionen Europas
Im Mai 2009 haben die Versammlung der Regionen Europas (VRE) – Europas größtes Netzwerk für Regionen – und GE Energy – ein in Europa und weltweit etabliertes Unternehmen – gemeinsam den "Energiegipfel der Regionen Europas" (European Regions Energy Summit) ins Leben gerufen, eine gemeinsame Initiative, um sich mit den Herausforderungen im Energiebereich zu befassen, vor denen die europäischen Regionen heute stehen, und mögliche Lösungen voranzubringen. Der "Energiegipfel der Regionen Europas" ist der erste Gipfel, der regionale Entscheidungsträger und europäische Energieexperten zusammenbringt. Er wird seit April 2010 jährlich in Brüssel, Belgien, abgehalten.
Die Regionen Europas sind ein entscheidender Faktor bei der Frage, welche spezifische Energieanwendung in ihren Regionen letztendlich umgesetzt wird. Aus diesem Grund gehen Michèle SABBAN, Präsidentin der VRE, und Ricardo CORDOBA, Präsident von GE Energy Western Europe & North Africa, gemeinsam die Herausforderungen des Klimawandels auf regionaler Ebene an. Mit GE Energy erlangt die Versammlung der Regionen Europas eine einzigartige Schnittstelle zwischen weltweit anerkannten Energieexperten und regionalen öffentlichen Entscheidungsträgern. Ziel ist es, sowohl die Energie- und Umweltstrategie der Europäischen Union zu unterstützen und ein herausragendes Zentrum für Expertenwissen zu schaffen, das Lösungen für den Energiesektor in allen europäischen Regionen entwickelt.
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