Über die VREAufgaben und ZieleEine Einführung in Europas führendes Netzwerk der Regionen

 


Die Versammlung der Regionen Europas (VRE) ist mit mehr als 270 Mitgliedsregionen aus 34 Ländern und 16 interregionalen Mitgliedsorganisationen das größte unabhängige Netzwerk von Regionen in Europa.

Gegründet im Jahr 1985, ist die VRE ein Forum interregionaler Kooperation und Vertreterin regionaler Interessen auf der europäischen Bühne: die VRE war beispielsweise maßgeblich an der Einrichtung der beratenden Organe der Europarates (Kongress der Gemeinden und Regionen) und der Europäischen Union (Ausschuss der Regionen) beteiligt.

Die Politik der VRE wird durch ein Präsidium und einen Vorstand, die aus regionalen Präsidenten und anderen hochrangigen Politikern bestehen, bestimmt. Diese Politik wird in 3 Kommissionen und 2 ständigen Ausschüssen umgesetzt, die ihrerseits von regionalen Politikern geleitet und von Mitarbeitern des VRE-Sekretariats in Straßburg und Brüssel koordiniert werden. Die Kommissionen sind pragmatische, unbürokratische Strukturen, die sich kontinuierlich weiterentwickeln und den diversen Bedürfnissen ihrer Mitglieder entsprechen. 

Die Kommission für Wirtschaft und Regionalentwicklung (1)


beschäftigt sich aktuell u.a. mit den Themen:

  • Wirtschaftliche Entwicklung und ländliche Entwicklung - Neben wertvollen Seminaren und Konferenzen zu diesem Thema betreibt die VRE Lobbyarbeit bei den europäischen Institutionen im Interesse ihrer Mitgliedsregionen. In diesem Jahr, bei anhaltend negativer Gesamtentwicklung der europäischen Wirtschaft, veröffentlichte die VRE eine groß angelegte und unabhängige Studie („From Subsidiarity to Success“ – „Durch Subsidiarität zum Erfolg“), welche beweist, dass größere Dezentralisation langfristig zu größerem wirtschaftlichen Erfolg sowohl auf regionaler als auch nationaler Ebene führt.
    Darüber hinaus verleiht die VRE jedes Jahr den so genannten „Innovation Award“, welchen jene Regionen erhalten, die sich in einem bestimmten Bereich durch herausragende Leistung hervorgetan haben.
  • Energie und Klimawandel - Die VRE organisiert regelmäßig Seminare, Arbeitsgruppen und den Erfahrungsaustausch zwischen Mitgliedsregionen zu den Themen Energieeffizienz, Nutzung erneuerbarer Energien und innovative Antworten auf den Klimawandel und steigende Wasserknappheit. Die Partnerschaft der VRE mit führenden Akteuren auf diesem Gebiet, unter anderem dem United Nations Development Program oder General Electric, bietet seinen Mitgliedern die Perspektive, diese Probleme in einem globalen Rahmen anzugehen. Die VRE initiiert außerdem EU-finanzierte Projekte für Mitgliedsregionen, wie zum Beispiel die Projekte MORE4NRG und PRESERVE. 
  • Kohäsion und Regionalpolitik - Die VRE ist ein Schlüsselpartner in der europäischen Debatte zur künftigen Kohäsions- und Regionalpolitik und setzt sich für eine bessere Vertretung regionaler Interessen in der Politikentwicklung der EU und bei der Vergabe von Fördermitteln ein.

Die Kommission für Sozialpolitik und Gesundheit (2)


beschäftigt sich insbesondere mit den Themen:

  • Gesundheit - Das „ehe@lth network“  unterstützt einzelne Regionen dabei, gemeinsame ehe@lth Technologien und Strategien zu entwickeln und darüber hinaus Arbeitsgruppen ins Leben zu rufen, die an der konkreten Umsetzung von ehe@lth Richtlinien und den dazu gehörigen Instrumenten in den jeweiligen Regionen arbeiten. Die Kommission beschäftigt sich außerdem mit der Prävention von alkoholbedingten Problemen und nimmt am Euregio III Projekt teil, welches auf einen optimierten Einsatz regionalen Strukturfondsmitteln im Gesundheitsbereich abzielt.
  • Notfallplanung - Das Notfallplanungsnetzwerk der VRE ist ein Forum, in welchem die Regionen Erfahrungen und Kenntnisse austauschen und Partnerschaften zur Entwicklung von Präventions- und Reaktionsstrategien aufbauen können.
  • Sozialpolitik und Chancengleichheit - Die Mitglieder von Kommission 2 gehen offensiv solch schwierige Themen wie den demographischen Wandel, die Gleichberechtigung der Geschlechter oder auch LGBT Probleme und die Integration von Immigranten, ethnischer Minderheiten oder Behinderter an.

Die Kommission für Kultur, Bildung und Internationale Zusammenarbeit (3)


hat ein breites Mandat, das die folgenden Themen beinhaltet:

  • Kulturtourismus – Die VRE organisiert Seminare und entwickelt ein Netzwerk, um  es den Mitgliedern zu ermöglichen, die Potentiale des Kulturtourismus für ihre Regionen zu erschließen (das Tourismus-Internetportal der VRE ist ein wertvolles Instrument in diesem Zusammenhang).
  • Jugend – Die VRE ist besonders aktiv, um Jugendliche aus ganz Europa für gemeinsame Projekte zusammenzubringen (als Jugendbotschafter und im Regionalen Jugendnetzwerk der VRE). Jugendliche unterstützen außerdem die Arbeit der VRE-Kommissionen (VRE-Jugendteam). Die „Sprichst Du Europäisch?“-Debatten, oder der „Most Youth-Friendly European Region Award“ wurden dieses Jahr durch die Gründung des ersten -und bisher einzigem- Regionalem Jugendnetzwerk ergänzt.
  • Interregionale und internationale Kooperation – Regelmäßig stattfindende Veranstaltungen, wie zum Beispiel die einwöchige Sommeruniversität und Jugend-Sommeruniversität, bieten eine ideale Gelegenheit für Mitglieder der VRE, Erfahrungen mit ihren Kollegen aus ganz Europa auszutauschen und dabei dauerhafte Partnerschaften aufzubauen. Die VRE arbeitet des Weiteren mit Partnerorganisationen aus aller Welt und in den verschiedensten Bereichen zusammen, so wie zum Beispiel dem Klimawandel (UNDP), Stadtentwicklung (UN-Habitat), Energie (General Electric) und Kultur- und Naturerbepflege (EuroIndia Centre).

Ständige Ausschüsse


Die drei Arbeitskommissionen der VRE werden durch zwei Ständige Ausschüsse ergänzt:

  • Der Ausschuss für Institutionelle Angelegenheiten (insbesondere Institutionen auf europäischer Ebene) organisiert regelmäßig Europäischen Bürgerforen in den Mitgliedsregionen organisiert.
  • Der zweite ständige Ausschuss übt eine Kontroll- und Evaluationsfunktion ausübt, um sicherzustellen, das die VRE weiterhin im Sinne ihrer Mitglieder arbeitet.

Politische Arbeit, Projekte und Partnerschaften, Programme und Veranstaltungen, Kommunikation


Mitglieder haben nicht nur die Möglichkeit, sich an der Arbeit der Kommissionen zu beteiligen. Das VRE-Sekretariat unterstützt sie auch auf folgenden Gebieten:

  • Politische Arbeit - Die umfangreichen Kontakte der VRE zu europäischen Institutionen, Organisation und den Medien in Brüssel und Straßburg eröffnen Regionen vielfältige Möglichkeiten, eine politische, wirtschaftliche und kulturelle Präsenz auf europäischer Ebene zu entwickeln. Wir bieten unseren Mitgliedern die Möglichkeit, direkten Einfluss auf Entscheidungen in Brüssel zu nehmen. Wir bieten außerdem eine Akademie für regionale Politiker und Mitarbeiter der Regionalverwaltungen, die mehr über Europäische Angelegenheiten erfahren möchten, sowie monatlich thematische „Breakfast Briefings“ zu diversen politischen Themen für die regionalen Vertretungen in Brüssel an.
  • Projekte und Partnerschaften - Die VRE hilft Regionen, Partnerschaften mit europäischen Institutionen und anderen Regionen in ganz Europa aufzubauen. Die sogenannten „Funding Tracker“ und der Partnerschafts-Pool auf unserer Website halten unsere Mitglieder über aktuelle Fördermöglichkeiten und Partnerangebote auf dem Laufenden. Studienreisen und spezifischen „Peer-Reviews“ helfen Mitgliedern, nachhaltige regionale Entwicklungsstrategien zu entwickeln, in dem sie von Experten aus Regionen unterstützt werden, die besondere Erfahrungen in einem bestimmten Themenfeld regionaler Entwicklung haben.
  • Programme und Veranstaltungen - Mitglieder der VRE können nicht nur an den Veranstaltungen unserer Kommissionen teilnehmen, sondern sind zu weiteren Veranstaltungen und Programmen in ganz Europa eingeladen. Die VRE-Hauptversammlung zieht jährlich mehr als 500 regionale Politiker und Mitarbeiter sowie hochrangige Redner, wie z.B. EU-Kommissionspräsident Barroso an. Darüber hinaus hat das Programm Eurodyssey, gegenwärtig unter der Leitung der portugiesischen Region Azoren, in den letzten 20 Jahren mehr als 10.000 Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, in einer anderen Region zu leben und arbeiten.
  • Kommunikation - Zum einen erhalten die Mitgliedsregionen eine Tägliche Übersicht und eine Wochenschau zu allen relevanten Angelegenheiten auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene. Zum anderen können sie ihre eigenen Regionalen Visitenkarten, Pressemitteilungen und Videos auf der Website der VRE veröffentlichen, was ihnen einen einfachen und direkten Zugang zu einem internationalen Publikum beschert (siehe die Homepage der VRE unter: www.aer.eu).

Mitglied werden


Jede regionale Einheit mit einer gewählten Versammlung direkt unterhalb der nationalen Ebene eines Mitgliedsstaates des Europarats kann der VRE beitreten.

  • Als unabhängige Organisation, finanziert sich die VRE zu einem Großteil über die Beiträge der Mitglieder. Der jährliche Mitgliedsbeitrag wird auf der Basis der Einwohnerzahl der Region berechnet. Im Jahr 2008 betrug der jährliche Mitgliedsbeitrag: €3.663 für Regionen  mit weniger als 333.000 Einwohnern, und €0,011 pro Einwohner für Regionen mit Einwohnerzahlen zwischen 333.000 und 4 Millionen. Regionen, deren BIP  unter 75% des EU-Durchschnitts liegt, erhalten einen Rabatt von 25%.
  • Regionen, die sich um eine Mitgliedschaft bewerben möchten, sollten das offizielle Antragsformular ausfüllen und an das VRE-Sekretariat senden. Entsprechend unserer Statuten, werden Anfragen zur Mitgliedschaft dem politischen Vorstand der VRE zur Abstimmung vorgelegt und dann ggf. von der Hauptversammlung ratifiziert. Regionen können sofort als Beobachter teilnehmen und sind Vollmitglieder, sobald der Vorstand einen positive Entscheidung gefällt hat.
 
 
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